Wer ist Janusz Korczak?

 

Zitat: "Wenn ich mich mit einem Kind beschäftige, habe ich zwei Empfindungen: Zuneigung für das, was es heute ist, und Achtung vor dem, was es werden kann."

 

Weshalb Janusz Korczak-Schule?

 

Im Schuljahr 1996/97 wurde die Direktorin der Volkschule Pabstgasse auf den Arzt und Pädagogen Janusz Korczak durch das in Wien stattfindende Symposium aufmerksam.Das reformpädagogische Gedankengut fand auch in unsererSchuleAnklang. Die Idee für ein Projekt mit dem Schwerpunkt Kinderrechte wurde in die Tat umgesetzt.
Die Rechte der Kinder sollten auch weiterhin im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit stehen, daher ist es uns eine Ehre als Schule
den Namen Korczaks offiziell führen zu dürfen.

Spuren in Österreich
Die Österreichische Janusz Korczak-Gesellschaft bringt jährlich gemeinsam mit der deutschen und schweizerischen JK-Gesellschaft das Korczak-Bulletin heraus, das seit 1992 erscheint beinhaltet einen historischen Teil mit Texten von Korczak sowie aktuelle Diskussionen, Beiträge zur Korczak-Forschung, Meldungen und Berichte aus der pädagogischen Praxis sowie Hinweise und Ter mine zu Korczak-Veranstaltungen - auch auf internationaler Ebene

Sein Leben für und mit den Kindern
"Janusz Korczak wurde am 22. Juli 1878 als Henryk Goldszmit in Warschau geboren. In einer assimilierten jüdischen Familie aufwachsend entschied er sich für das Medizinstudium. Durch sein gleichzeitiges literarisches Engagement wurde er schon früh als Schriftsteller in Polen bekannt. Obwohl ihm ein unaufhaltsamer internationaler akademischer Aufstieg bevorstand, wählte er einen anderen Weg: er wollte den Armen und Waisen in den Elendsvierteln Warschaus helfen.

 

Schon als kleiner Junge hatte er heimlich das Elternhaus verlassen, um mit den armen Kindern der Hinterhöfe zu spielen. Parallel zu seiner Entscheidung gegen eine bürgerliche private Karriere, für ein Leben mit sozial benachteiligten Kindern verlief sein Namenswechsel: aus Henryk Godszmit wurde Janusz Korczak. Das Pseudonym entnahm er einem beliebten polnischen Roman des 19. Jahrhunderts: der Geschichte von J.I. Kraszewski über "Janasz Korczak und die schöne Schwertfegerin". Der Drucker machte versehentlich aus einem Janasz einen Janusz Korczak - und dabei blieb es.

 

Ab 1911 leitete Korczak das nach seinen Plänen errichtete Waisenhaus Dom Sierot. Hier entwickelte er aus der reflektierten Praxis heraus seine Vorstellungen von Erziehung als einer Utopie von einer friedfertigen, klassenlosen Gesellschaft. Denn für Korczak war die Welt bisher eingeteilt in zwei Klassen: in Erwachsene und Kinder. Zwischen beiden herrschte ein Kampf - allerdings ein Kampf von Ungleichen, denn die Kinder waren in diesem Kampf hoffnungslos unterlegen.

 

Neben der Leitung des Kinderhauses Dom Sierot und eines weiteren, Nasz Dom, ist Korczak unentwegt damit beschäftigt, seine Erfahrungen zu durchdenken, seine Erziehungsentwürfe zu konkretisieren und mit allen Kräften für die Verbesserung des Loses der Kinder der Straßen zu arbeiten.

 

In seinen beiden Kinderbüchern von König Hänschen - genauer - Krol Macius - z.B. beschreibt Korczak, wie Kinder als Sachkenner in Angelegenheiten von Kindern ihre Welt ordnen und wie Erwachsene ihnen dabei helfen können.

 

In den pädagogischen Hauptbüchern "Wie man ein Kind lieben soll" und "Das Recht des Kindes auf Achtung" unterbreitet er seine durch Erfahrung und liebenden Einsatz gewonnenen Einsichten für eine bessere Erziehung. Dabei handelt es sich nicht um ein geschlossenes Theoriegebäude mit ableitbaren Handlungsanweisungen. Seine Pädagogik ist vielmehr ein Appell an Erwachsene, ihre Haltung dem Kind gegenüber zu überprüfen und sich selbst zu ändern.

 

Nach Kriegsausbruch 1939 zog der seine polnische Offiziersuniform wieder an, die er schon als Militärarzt getragen hatte, und demonstrierte auf diese Weise seine Loyalität mit dem angegriffenen polnischen Volk.

 

Als das Ghetto errichtet wurde, musste das jüdische Waisenhaus ebenfalls in ein Haus innerhalb der Ghetto-Mauern ziehen.

 

Dort lebten Korczak und die Kinder unter unsäglichen Bedingungen bis die Nazis am 22. Juli 1942 mit der Massentötung der Bevölkerung des Warschauer Ghettos durch die "Umsiedlung" nach Treblinka begannen.

 

Am Mittwoch, dem 5. August 1942, war das bisher verschont gebliebene Waisenhaus Korczaks an der Reihe.

 

Dr. Korczak selbst hatte wiederholt die Möglichkeit gehabt, sein Leben zu retten. Aber alle diesbezüglichen Vorschläge lehnte er entrüstet ab. Er hätte eine solche Tat als Verrat an den Kindern und an seiner Aufgabe betrachtet. "

 

Bearbeiteter Auszug aus: Friedhelm Beiner: Janusz Korczak. Ein Wegbereiter der modernen Erlebnispädagogik ?

 

 

 

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